Akzeptanz und Verkehrssicherheit

Für den Markterfolg höherentwickelter Automatisierungsfunktionen ist die Beachtung der gesellschaftlichen Akzeptanz von entscheidender Bedeutung. Durch maßgeschneiderte Akzeptanzunteruschungen, Marktanalysen und Versuchsreihen zur Überprüfung der Verkehrssicherheit bietet die Fraunhofer-Gesellschaft ihren Kunden aus Wirtschaft und Politik einen entscheidenden Wissensvorsprung als Entscheidungsgrundlage Strategieprozesse für wesentliche Fragestellungen im Zuge der Fahrzugautomatisierung.

Projektbeispiel: Twinkle Twizy

Automatisierte Fahrzeuge werden lernen müssen, mit anderen Verkehrsteilnehmern zu interagieren. Um zu erforschen, wie Menschen auf die Ansprache eines Autos reagieren, entwickelt das Fraunhofer IAO ein Demonstrator- und Erprobungsfahrzeug, anhand dem mögliche Signale entwickelt und getestet werden können. Auf Basis von experimentellen Probandentests können so schon frühzeitig Erkenntnisse über die soziale Interaktion gewonnen und in die Gestaltung derselben einbezogen werden. 

Projektbeispiel: Ko-TAG kooperative Sensorik

© Foto BMW

Das Verbundprojekt »Ko-TAG« erforscht kooperative Sensortechnologie auf Basis von Funk. Diese Technologie wird vor allem in Hinblick auf die Anwendungsbereiche »Schutz von verletzlichen Verkehrsteilnehmern« und »Fahrzeug-Fahrzeug-Sicherheit« untersucht.

Ziel der übergeordneten Forschungsinitiative »Ko-FAS« ist es, wesentliche Beiträge zur Steigerung der Verkehrssicherheit zu leisten, also die Zahl von Verkehrsunfällen zu reduzieren sowie deren Folgen weit möglichst zu mindern. Innerhalb des Teilprojektes »Ko-TAG« wird hierzu kooperative Sensortechnologie auf Basis von Transpondersystemen erforscht.

Zusammen mit Partnern aus dem Verbundprojekt »Ko-TAG« erhielten die Fraunhofer-Wissenschaftler am 2. Oktober 2013 dafür in Alzenau den Mobilitätspreis des ADAC in Bayern.

»Ko-TAG« und »Ko-FAS« werden in Zusammenarbeit mit Projektpartnern aus der Automobilindustrie durchgeführt und von dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Projektbeispiel: Erprobung, Prüfung und Bewertung von Fahrfunktionen mittels automatisierter Fahrplattform (Projekt AVATARES)

© Foto Fraunhofer IOSB

Um neuartige Fahrfunktionen unter realistischen Bedingungen testen zu können, wurde im Projekt AVATARES zusammen mit dem Partner ARIES INGENIERÍA Y SISTEMAS ein flacher mobiler Testträger entwickelt. Dieser Aufbau kann mit entsprechenden Dummys ausgestattet werden, so dass im Falle von Kollisionen keine gravierenden Schäden am zu testenden Fahrzeug entstehen. Eine besondere Herausforderung bestand in der Umsetzung eines kompakten, modulbasierten, eingebetteten Steuerungssystems, welches definierbare Fahrmanöver wie z.B. Beschleunigungs- und Bremsvorgänge, Spurwechsel und »Path-Invasion« bei Geschwindigkeiten bis zu 80km/h hochgenau und reproduzierbar umsetzt.