Systemforschung

Autonomes Fahren verändert das Verständnis der Mobilität gravierend. Die Fraunhofer-Gesellschaft bietet einen neutralen und gesamtheitlichen Blick auf die Auswirkungen der Veränderungen. Dabei können auf Basis der vielschichtigen Kompetenzen der Fraunhofer-Institute interdisziplinäre Fragestellungen bearbeitet und systemische Zusammenhänge erforscht werden. Fraunhofer bietet dabei ein ehemaliges Netzwerk aus nahezu 70 Forschungsinstituten in allen erdenklichen Wissenschaftsbereichen.

Projektbeispiel: Robuster Entwurf von neuen Elektronikkomponenten für Anwendungen im Bereich Elektromobilität (RESCAR 2.0)

Das Fraunhofer IZM entwickelt zusammen mit der AUDI AG und weiteren Partnern u.a. Bosch, Elmos sowie Infineon Methodiken zur Erstellung und Aufbereitung von Anforderungsprofilen für die Entwicklung und Validierung robuster Halbleiter­komponenten im Automobilbereich. Dabei werden im Hinblick auf die zukünftige Elektrifizierung des Automobils die sich ergebenden Anforderungen, wie zum Beispiel verlängerte Betriebszeiten, untersucht. Der Einfluss der geänderten Randbedingungen wird anhand bekannter Methoden für die Erstellung eines Anforderungsprofils aufbereitet.

Projektbeispiel: Forschungsschwerpunkt Elektromobilität: Funktionale Sicherheit automobiler E/E-Architekturen

© Foto Fraunhofer ESK

Zwei fahrtüchtige, rein elektrisch angetriebene Prototypen sind das Ergebnis der Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität. Das Fraunhofer ESK hat zur Entwicklung beider »Fraunhofer E-Concept Cars Type 0« (kurz Frecc0) die automobile E/E-Architektur und ein zentrales Steuergerät mit speziellem Sicherheitskonzept für die Fahrzeugsteuerung beigetragen. Der Fokus lag auf dem Konzept für die funktionale Sicherheit des Systems wie es auch für zunehmend automatisierte Fahrzeuge immer wichtiger wird.

 

Projektbeispiel: Future Urban Taxi

© Foto Fraunhofer IAO

Das Projekt Future Urban Taxi geht der Frage nach, wie urbane Flotten der Zukunft gestaltet, vernetzt und organisiert sein müssen, um den traditionellen öffentlichen Verkehr sinnvoll zu ergänzen und den Anteil an individuellen Privatfahrzeugen in den Städten signifikant zu senken. Untersuchungsgegensand ist das Taxi, das in Zukunft elektrisch, geteilt (sogenanntes »ride sharing« ) und in bestimmten Stadtbereichen autonom sein soll. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Systemkonvergenz: Das Taxi der Zukunft soll sich perfekt in das Mobilitätssystem im jeweiligen individuellen städtischen Kontext einpassen.

 

Projektbeispiel: Autonomes Fahren im Verbundprojekt Systemforschung Elektromobilität

© Foto Fraunhofer IPA

Die zunehmende Verkehrsdichte in modernen Städten und die mit der Einführung der Elektromobilität verbundenen hohen Kosten für Fahrzeuge und Infrastruktur begünstigen die Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte wie Car-Sharing und Ähnlichem. In diesem Zusammenhang können autonome und teilautonome Fahrzeuge einen bedeutenden Beitrag leisten.
Das Fraunhofer IPA entwickelt und validiert im Rahmen der FSEM Algorithmen und Konzepte zum automatisierten Fahren.